Liebe Leute,
Erstmal zu meiner Person.
Ich heiße Laura Christ, bin 19 Jahre alt und komme aus Berlin. Ich habe dieses Jahr mein Abitur gemacht.
Am 18. 8. 2014 bin ich nach Mexiko-Stadt aufgebrochen, um hier ein Jahr meinen weltwärts-Freiwilligendienst zu absolvieren.
Tag 1:
Um 10:45 Uhr ging es von Berlin-Tegel aus mit zwei für mich riesigen Koffern los. Als ich meine Lieben zum Abschied umarmte, flossen auch bei mir ein paar Tränen. Vorher hatte ich mich schon oft gefragt, wie der Abschied für mich wohl werden würde.
Ich startete also um 10:45 Uhr von Berlin nach Frankfurt am Main. In Frankfurt hatte ich ungefähr 1 h Umsteigezeit. Als ich aus dem Flugzeug stieg, stellte ich fest, dass ich vom Gate A1 zum Gate Z69 laufen musste. Eile war angesagt. An der Passkontrolle war der Herr so nett und bugsierte mich direkt nach vorne, sodass ich nicht lange anstehen musste. Auf dem Weg zum Gate traf ich mich mit Sarah, ebenfalls eine Freiwillige, die mit mir nach Mexiko geht. Wir haben uns schon auf den Vorbereitungsseminaren kennengelernt und verstehen uns sehr gut. Wir suchten uns einen Wagen für unser Handgepäck und liefen zum Gate. Dort hatte sich schon eine sehr lange Schlange gebildet. Da ich nicht so lange stehen kann, gingen wir nach vorne und die netten Damen der Lufthansa ließen uns Pre-Boarden.
Dann sahen wir das Flugzeug mit dem wir nach Mexiko-Stadt fliegen würden. Wir waren sehr beeindruckt von der Größe dieses Monstrums von Flugzeug!
Wir fanden direkt unsere Plätze und richteten uns ein. Ich hatte meinen kleinen Koffer wieder unter meinen Füßen. Auf jedem Platz lagen eine Decke, ein Kopfkissen und ein paar Kopfhörer. Ebensfalls hatte jeder Passagier einen kleinen Bildschirm vor sich. Wir durchforsteten direkt die riesige Auswahl an verschiedenen Filmen und machten uns einen Plan, welche wir in den ca 11 h Flug alle schaffen würden. Ich schaffte ca 3.
Um 13:25 Uhr rollte das Monstrum mit uns drin auf die Rollbahn und die Nervosität packte uns.
Aus einer der letzten Reihen hörte man die ganze Zeit nur: "sind wir blöd".
In der Luft angekommen legte sich die Nervosität wieder und die FlugbegleiterInnen kamen mit Knabberzeug und Getränken vorbei.
Die Zeit über guckten wir Filme, aßen unsere Mahlzeiten, quetschten uns in die kleine Toilette um Zähne zu putzen und bestaunten die Wolkenformation unter uns, als wir gerade über Nordamerika flogen. Ich ging auch mal dem Phänomen, dass Tomatensaft in der Luft anders schmeckt, auf den Grund und war sehr positiv überrascht. Unser Sitznachbar schlief fast die ganze Zeit.
Nach 11 h waren wir "schon" im Landeanflug und die Nervosität bei uns stieg ins Unermessliche. Am Flughafen "Benito Juarez" hatten wir die erste Hürde in Form eines Einreiseformulares zu bewältigen. Nachdem wir dann auch hier die Passkontrolle passierten, gingen wir zum Gepäckband. Unsere Koffer kamen alle heil an. Sarah hatte ihren Rucksack extra mit Frischhaltefolie und einem wasserdichten Sack verpackt. Den Zollbeamten kam der merkwürdig vor und er wurde nochmal durch die Röhre geschoben. Sie musste ihren Tee zeigen, den sie eingepackt hatte.
Dann gingen mit unserem vollbepackten Gepäckwagen durch die Tür in die Ankunftshalle. Unsere Betreuer Lourdes und Elyas erkannten uns natürlich sofort und winkten uns zu. Wir begrüßten uns herzlich. Auf dem Weg zu Ihnen nach Hause kämpften wir uns durch die Hauptverkehrszeit und kamen dann nach einer Stunde an. Wir aßen Quesedillas und versuchten unsere Müdigkeit zu verbergen, was uns aber nicht so ganz gelang.
Danach fuhren wir zum Centro Formativo. Hier werde ich für ein Jahr wohnen. Ich mochte es von Anfang an.
Wir machten einen Schnellrundgang und sie hießen uns nochmals herzlich willkommen. Sarah wohnt für die ersten zwei Wochen noch hier und zieht dann zu ihrer Gastfamilie. Wir fielen einfach nur noch todmüde und glücklich in unsere Betten. Wir waren seit fast 24 h auf den Beinen!